Kommunikation ist auch Ernährung
Wir ernähren uns nicht nur vom Essen, sondern nähren uns auch durch Kontakte mit anderen. Nähe und Distanz spielen eine große Rolle. Gelingende Kommunikation ist auch ein immer wieder gegenseitiges Ausbalancieren: wieviel Nähe ist mir wertvoll und wichtig, wieviel Distanz brauche ich. In einer gelingenden Kommunikation pendelt sich ein Gleichgewicht ein. Kommunikationspartner haben ein Gespür füreinander und dafür, wie nah sie einander sind oder auch nicht.
Kommunikation ist einander mitteilen und aneinander teilhaben
Kommunikation und Essen sind oft sehr eng miteinander verwoben. Beim Essen entwickeln sich Gespräche. Sie haben ihre eigene Dynamik. Wer erzählt, wer hört zu, wer redet rein, wer wird nicht gehört? Die Themenwahl reicht von Lieblings- bis Tabuthemen. Auch wenn nichts gesagt wird: man kann nicht nicht kommunizieren (Paul Watzlawick). Selbst das, was nicht gesagt wird, ist oft zu hören…
Balance finden – neu kommunizieren lernen
Jeder Dialog fängt mit einer inneren Haltung an. Bin ich offen, gespannt, neugierig, verspannt, ängstlich, wütend, ärgerlich, freundlich, erwartungsvoll? Die ganze Palette der Gefühle steht zur Verfügung – mindestens eins spricht mit, wenn jemand mit jemandem spricht. Manchmal auch mehrere. Dann wird’s widersprüchlich – und spannend.
Wahrnehmen heißt vor allem: zuhören können
Innehalten, still sein, um erst einmal zu hören, was der andere zu sagen hat.
Hinhören und sagen, was verstanden wurde – in seiner Vielschichtigkeit, verbal, nonverbal. Darum wissen, dass das, was ich gehört habe, vom anderen möglicherweise ganz anders gemeint war. Sich in den Prozess des einander-Verstehens begeben. Das ist Kommunikation für mich.
Motivierende Gesprächsführung…
… ist zu meinem Werkzeug geworden, Menschen in Beratungsgesprächen so zu begleiten, dass sie sich selbst besser verstehen und erkunden können, um handlungsfähig für eigene Veränderungsprozesse zu werden. Mich begeistert, mit Menschen auf Entdeckungsreise zu ihre eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu gehen.
Und weil essen und reden im Kern beide den Menschen „nähren“, ist es für mich überaus stimmig, als Ökotrophologin gleichzeitig Trainerin für Motivierende Gesprächsführung zu sein und Menschen zu selbstbestimmten Entscheidungen zu führen – vor allem auch in Fragen der Ernährung.